Kanaren-Hopping

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Kanaren-Hopping

Wer auf die Kanarischen Inseln reist, lernt meist nur eine der sieben Inseln kennen. Dabei ist jede dieser Inseln unterschiedlich und geradezu prädestiniert für ein Inselhüpfen! Einige der Kanareninseln sind vulkanischen Ursprungs, einige von Wüste überzogen, andere wiederum grün und voll dichter Wälder.

Gran Canaria

.. ist der Miniaturkontinent innerhalb der Kanaren und mit 350 Sonnentage im Jahr ein Paradies für Sonnenanbeter. Während im Süden der Massentourismus boomt, gibt es im Inselinneren tiefe Schluchten, duftende Kiefernwälder und abgelegene Bergdörfer zu entdecken. Serpentinenstraßen winden sich durch das Gebirge und eröffnen atemberaubende Ausblicke auf an Hängen klebende, schneeweiße Dörfer.

Wer im Urlaub ein bisschen was von allem haben möchte – also Strandleben, Outdoor-Abenteuer, Shopping und Nightlife – der ist hier genau richtig.

Fuerteventura

… die Insel ist grau und spröde wie eine Marslandschaft, fast schon verzweifelt sucht man zwischen Steinen und Geröllhalden nach grüner Idylle. Jedoch hat das karge Eiland kurz vor Afrika Strände ohne Ende. Feiner, heller Sand erstreckt sich bis zum Horizont, über 50 Kilometer Strand säumen die Küsten gepaart mit türkisblauem Wasser. Daher gilt die zweitgrößte der Kanarischen Inseln auch als ein einziges Badeparadies. Der ewige Passat-Wind hat „Fuerte“ auch zu einem Top Surf- und Segelrevier gemacht.

Die perfekte Insel also für Strandurlauber und Windsurfer, die sich nur ab und zu mal vom Wasser wegbewegen wollen.

La Gomera

… hier gibt statt Bettenburgen und Massentourismus farbenfrohe und kuschelige Hippie- und Aussteiger-Orte. Terrassenfelder, Palmen und farbenfrohe Gärten zaubern ein einzigartiges Flair. Die zweitkleinste Kanareninsel ist ein einziges Gebirge, die Straßen sind extrem steil und kurvenreich. Im Nationalpark Garajonay befindet sich der größte noch zusammenhängende Lorbeerwald der Erde.

Die Insel ist ein exotisches Urlaubsziel für Sportliche und alle, die sich abseits vom Massentourismus erholen wollen. Es gibt keine direkte internationale Flugverbindung nach La Gomera gibt. Die Anreise erfolgt per Fähre oder Inselflieger über Teneriffa.

Lanzarote

… ist die feurigste der Kanaren. Fast ein Viertel der Insel wurde vor knapp 300 Jahren bei einem gewaltigen Vulkanausbruch unter Lava und Asche begraben. Auf der Ostseite reiht sich eine Strandschönheit an die nächste. Im Süden findet man den Nationalpark Timanfaya; Feuerberge in einer unwirklichen, faszinierenden Lavalandschaft.

Lanzarote ist perfekt für Strandgänger, Kitesurfer und Hobby-Vulkanologen.

El Hierro

… misst lediglich 24 km in Nord-Süd-Richtung, immerhin 27 km von Osten nach Westen. An der verträumten Insel am Rande Europas scheint die Zeit quasi spurlos vorbei gezogen zu sein. Badestrände sind auf der kleinsten Insel der Kanaren Mangelware. In El Hierro regiert die gewollte Einsamkeit. Es gibt weder Industrie noch größere Städte. Wer hierher will, muss über Teneriffa oder Gran Canaria anreisen.

Auf dieser kleinen Insel sind Wanderfreunde und Mountainbiker in ihrem Element. Auch Taucher werden hier glücklich. Das Wasser ist fast glasklar und für den Atlantik außergewöhnlich still. Im Meer begegnet man Engels- und Walhaien, aber auch Mantarochen. Besonders El Bajón, ein erloschener Vulkankegel, der aus der Tiefe bis auf 15 Meter emporsteigt, ist Heimat für eine ungewöhnlich große Zahl von Fischen.

La Palma

… „la isla bonita“, die schöne Insel wie La Palma von den Spaniern genannt wird, geht nicht mehr grüner, denn es ist die Regeninsel der Kanaren. Dabei beschränkt sich die Regenzeit nur auf den Winter. Hier findet man ein grünes Paradies, in dem sanfter Tourismus großgeschrieben wird. Ein Traum für Wanderer und Ruhesucher!

Teneriffa

.. ist mit über 2.000 Quadratkilometern nicht nur die größte Insel der Kanaren mit dem höchsten Berg Spaniens, dem Pico del Teide, sondern auch die Abwechslungsreichste. Hier findet man feine Sandstrände und raue Küsten, bizarre Bergmassive und fruchtbare Täler. Meterhohe Weihnachtssterne und Tulpenbäume verwandeln die Insel in ein subtropisches Blütenparadies, dazwischen findet man malerische Dörfer und Altstädte im Kolonialstil.

wer nicht ausschließlich am Strand faulenzen will und gerne auf Entdeckungstour geht, ist hier richtig.

Wer sich für ein Kanaren-Inselhopping entscheidet, kann zwischen Fähre und Flugzeug als Transportmittel wählen. Fährverbindungen existieren zwischen allen Inseln, ebenso wie innerkanarische Fluglinien. Die Fähren bringen ein besonderes Urlaubsfeeling mit sich. So verkehren beispielsweise mehrmals täglich Fähren von Teneriffa nach Gran Canaria, die Fahrzeit beträgt ca. eine Stunde, das einfache Ticket liegt bei ca. 40 Euro. Da die Möglichkeiten des Inselhüpfens ungeheuer vielfältig sind, können Urlauber sich mithilfe der jeweiligen Fähr- oder Flugverbindungen ihre individuelle Route zusammenstellen, beispielsweise per Schnellfähre nach La Gomera ab Los Christianos, per Segeltörn oder per Flug ab Teneriffa-Nord.

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