Surf-Hotspot Teneriffa

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Surf-Hotspot Teneriffa

Teneriffa hat viele Gesichter aber vor allem auch den höchsten Berg Spaniens. Der über 3700 Meter aus dem Atlantik ragende Vulkan Pico del Teide liefert neben atemberaubender Aussicht auf Teneriffas spektakuläre Küstenlandschaft vor allem einen für Surfer nicht gerade unwichtigen Umstand: Er nimmt dem nervenden Nordost-Passat sprichwörtlich den Wind aus den Segeln. Teneriffa ist durch diese Topografie einfach perfekt für Surfer.

Der Koloss wirft seinen mächtigen Windschatten auf die gesamte Südwestküste der Insel, wo er somit selbst in den eigentlich sehr windigen Sommermonaten für smoothe Surfbedingungen sorgt. Die Surf-Spots im Norden und Osten Teneriffas profitieren von diesem Umstand vor allem nachmittags.

Die meisten Südwestküsten-Spots sind soweit westlich ausgerichtet, dass sie sowohl die kräftigen Winterswells als auch die weniger beständigen Sommerswells recht zuverlässig einfangen. Anders als bei den anderen kanarischen Inseln ist auf Teneriffa daher auch der südliche Teil der Insel für Surfer interessant. Aufgrund der vielfältigen Topographie Teneriffas und des heterogenen Küstenverlaufs der Insel läuft aber eigentlich fast immer irgendwo die perfekte Welle.

Im Norden

Die Nordküste Teneriffas ist sehr wellensicher und man findet hier die besten Bedingungen für Surfanfänger und Intermediates. An den Surfspots Martíanez und Playa Jardín (in der Region von Puerto de la Cruz) gibt es daher viele Surfschulen. Leider ist diese Region auch ziemlich zugebaut und es gibt daher sicher schönere Plätze, um auf Teneriffa surfen zu gehen.

Bajamar

Der Einstieg erfolgt unterhalb des Hotels Neptuno aber Bajamar ist definitiv nur für erfahrene Surfer zu empfehlen. Es gibt mehrere gute Peaks, aber durchweg recht anspruchsvolle Bedingungen.

El Socorro

.. ist sicher die erste Wahl, wenn sonst überall Flaute ist. Aber El Socorro wird bei guten Bedingungen schnell so voll, dass der Spaß leider oft auf der Strecke bleibt. Dafür sind die Locals hier im Vergleich zu anderen Spots recht entspannt.

Almáciga & Benijos

Die Strände östlich von Taganana sind perfekt für alle, die auf ruhiges Surfen mitten in der Natur stehen. Aber Achtung! Die Anfahrt durch die enge Serpentinen-Straße bis runter ans Meer ist recht mühsam! Dafür wird es an diesen beiden eher abgelegenen Spots Almáciga und Benijo in der Regel nur am Wochenende etwas voller. Beide verfügen über einen leichten Einstieg über Sand und sind damit auch für Surfanfänger geeignet. Erste Erfahrungen mit Strömungen sind jedoch unabdingbar!

 

Der Süden

Durch die Windabdeckung des Pico del Teide und gleichzeitigem Südwestswell bietet der urbane Süden Teneriffas gerade im Sommer oft erstaunlich gute Surfbedingungen, bei denen auch Surfanfänger auf ihre Kosten kommen.

Playa de las Américas wird gern auch als südliches Epizentrum des (Surf)-Tourismus auf Teneriffa bezeichnet, da es neben diversen Surfschulen und Surf-Shops mit günstigen Materialien auch jede Menge Boardverleiher gibt. Hier ist von Schaumstoff-umhüllten Softboards für Anfänger bis hin zu wirklich brauchbaren Shortboards für Fortgeschrittene alles dabei. Die Miete pro Tag liegt etwa bei 15-20 €, mehrere Tage oder die ganze Woche sind dementsprechend günstiger.

Aber Achtung! Die Wellen brechen alle über scharfkantigen und oft von Seeigeln behausten Lavariffen. Man sollte die Füße auf jeden Fall mit Surfschuhen schützen!

La Izquierda oder Spanish left

Direkt vor den Hotelhochburgen der gigantischen Feriensiedlung Playa de las Américas bricht die wohl bekannteste Welle Teneriffas. Aber diese von den Spaniern als La Izquierda bezeichnete Riffwelle ist an guten Tagen fest in der Hand der Locals. Als Surftourist sollte man diese verführerisch sauber brechende Linke daher besser nur vom Strand aus bewundern.

Las Américas

Aber auch die weiteren Spots am Playa de las Américas haben durchaus Spaßpotenzial. Problematisch ist an der extrem touristischen Strandpromenade vor allem die Parkplatzsuche. Viele anerkennende Blicke und aufmunternder Beifall der Schaulustigen sind jedoch ein fairer Lohn für diese Strapazen.

Zwei weitere Reefbreaks, die einen leichten Einstieg über den Strand ermöglichen und an Tagen mit kleinen Wellen auch prima für Anfänger geeignet sind, heißen La Derecha del Cartel und La FiteniaEl Conquistador als dritter im Spot-Bunde findet sich vor dem gleichnamigen Hotel und ist mit geschütztem Fuß problemlos über ein von Seeigeln bewohntes Lavariff zu erreichen.

El Confital – Flughafen

Hinter einem einem riesigen Gewächshaus in der Nähe des Flughafens versteckt sich der Spot El Confital –  ein kleiner Geheimtipp für alle Sommersurfer. Falls es nämlich einer der antarktischen Südswells von der Südhalbkugel bis an die Küsten Teneriffas schafft, kann man an diesem lauschigen Reefbreak besonders in den Morgenstunden mit nur wenigen anderen Surfern oder auch mal ganz alleine surfen. Nicht nur wegen der schnellen linksbrechenden Tubes braucht es eine gehörige Portion Selbstvertrauen. Dass man nicht zum ersten Mal auf einem Board stehen sollte, versteht sich hinsichtlich der Abgeschiedenheit von selbst.

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